Amina Bouzana / Maroua Drissi / Saoussene Chernine
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Die Verbreitung von Nanotechnologien, insbesondere im Lebensmittelsektor, gibt Anlass zu Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit für die menschliche Gesundheit. Aufgrund ihrer Nanogröße überwinden diese Partikel die biologischen Barrieren vom Mund bis zum Darm. Diese Arbeit bewertet die toxikologischen Auswirkungen von zwei Mischungen von Nanopartikeln (NPs) : TiO₂/Ag und SiO₂/Ag auf Escherichia coli, ein Bakterium, das repräsentativ für die Darmflora ist. Ein klinischer Stamm wurde durch Koprokultur isoliert, identifiziert (API 20E) und dann Verdünnungen von NPs (0,125-1024 μg/ml) ausgesetzt. Die Petrischalen mit Hecktoen-Medium zeigten nach 24 Stunden Inkubation bei 37°C phänotypische Veränderungen: vermindertes Wachstum, verkleinerte Kolonien, morphologische Veränderungen, Verlust der Beweglichkeit und Variationen in der Gruppierung. Bei bestimmten Konzentrationen (2 μg/mL TiO₂/Ag, 4 μg/mL SiO₂/Ag) wurden genomische Veränderungen beobachtet (Gram-Färbung), was auf ein mögliches Ungleichgewicht der Darmmikrobiota hindeutet. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit, die Studie durch molekulare Analysen (DNA-Extraktion, Sequenzierung) zu vertiefen, um die durch NPs hervorgerufenen Mutationen besser zu verstehen.