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Masterarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft, Note: 1,0, Johannes Kepler Universität Linz (Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik), Sprache: Deutsch, Abstract: Das wahrscheinlich bekannteste, mit Sicherheit aber dunkelste Kapitel der Eugenik ist das der Zeit des Nationalsozialismus. Die Eugenik ist seither diskreditiert, die Eigenschaft 'eugenisch' negativ besetzt. Die heute weit verbreitete Gleichsetzung von eugenischem Gedankengut und NS-Ideologie ist jedoch historisch falsch. Zwar lässt sich die Eugenik perfekt in das Weltbild der Nationalsozialisten integrieren (und vice versa), dennoch kann diese weder zeitlich noch geografisch noch ideologisch auf den Nationalsozialismus beschränkt werden. Dies aufzuzeigen ist Ziel der gegenständlichen Arbeit, die sich auf folgende drei Hypothesen stützt: 1. Zeitliche und räumliche Dimension: Eugenik ist weder ein spezifisch deutsches Phänomen noch ein Phänomen des Zeitraums zwischen 1933 und 1945. Sie existiert davor, sie existiert danach und man findet sie in unterschiedlichen Ausprägungen in nahezu allen Industrieländern. 2. Ideologische Dimension: Die deutsche Rassenhygiene geht mit dem Nationalsozialismus zwar eine perfekte Symbiose ein, dennoch ist es falsch, sie ideologisch darauf zu reduzieren. Auch zu anderen Weltanschauungen lassen sich Anknüpfungspunkte finden. 3. Aktuelle Dimension: Eugenik ist kein Phänomen der Vergangenheit. Sie existiert, wenn auch in veränderter Form, noch immer und berührt zahlreiche aktuelle Fragen. Dies wird an Hand des Beispiels der der medizinisch unterstützten Fortpflanzung aufgezeigt. Im ersten Kapitel werden zunächst Begriff, Wesen, Formen sowie die wichtigsten Vertreter der Eugenik vorgestellt und ein kurzer Überblick zu ihrer Geschichte gegeben. Im Anschluss daran, wird jede dieser drei Thesen einer kritischen Prüfung unterzogen und auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht. Dass eugenische Fragestellungen nichts von ihrer Akt