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Leistungsbilanzungleichgewichte können durchaus bestehen und mit der Währungsunion vereinbar sein, wenn sie „gut' sind. Schädliche Ungleichgewichte führen jedoch zu Verzerrungen bei der Ressourcenallokation, und ihr Fortbestehen in den Volkswirtschaften, selbst in denen, die einen Aufholprozess durchlaufen, macht diese anfälliger für asymmetrische Schocks. Der Ausbruch der Krise hat auch die Grenzen einer unvollständigen Währungsunion aufgezeigt, was die Bewältigung der Krise in der Eurozone zusätzlich erschwert hat. Der Vertrag über Stabilität, Zusammenarbeit und Steuerung (SKS-Vertrag), den die meisten (wenn nicht sogar alle) Länder der Eurozone unterzeichnet und ratifiziert haben, stellt eine beispiellose Teilung der Haushaltshoheit der Staaten dar. Wenn man zu diesem Vertrag den Europäischen Stabilitätsfonds hinzufügt, der die Mobilisierung von fast 1000 Milliarden Euro ermöglicht, das Projekt der Bankenunion und die neue pragmatische Haltung der EZB, dann verfügen die Eurozone und damit Europa nun über einen „Werkzeugkasten', der die Märkte in den letzten Monaten davon zu überzeugen scheint, dass die Einheitswährung im Interesse der EU und damit ihr Symbol ist. Aber wann kommt der Fiskalföderalismus?