Kajal Bhindora / Rajshekhar Halli
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Maxillofaziale Frakturen sind häufig die Folge stumpfer Traumata wie Verkehrsunfällen, Übergriffen, Sportverletzungen und Stürzen, während penetrierende Verletzungen seltener auftreten. Unter diesen sind naso-orbito-ethmoidale (NOE) Frakturen aufgrund ihrer Beteiligung an Stirn-, Nasen-, Tränen-, Oberkiefer- und Siebbeinknochen besonders komplex. Diese Frakturen beeinträchtigen die mediale Kanthalsehne (MCT) und führen zu funktionellen und ästhetischen Deformitäten wie Telecanthus, Enophthalmus, Nasendeformität und Liquorleckagen. Markowitz und Manson klassifizierten NOE-Frakturen je nach Beteiligung der MCT in drei Typen. Die Diagnose ist aufgrund von Ödemen und Weichteilverletzungen schwierig, daher bleibt die dünnschichtige CT mit 3D-Rekonstruktion der Goldstandard. Zu den klinischen Symptomen gehören Schwellungen, Diplopie, Liquorrhoe und eine veränderte Interkanthaldistanz. Die primären chirurgischen Ziele sind die Wiederherstellung der MCT-Insertion, der Schutz der orbitalen und intrakraniellen Inhalte und die Wiederherstellung der Gesichtssymmetrie. Die meisten verschobenen Frakturen erfordern eine offene Reposition und interne Fixierung, häufig über einen koronalen Zugang, mit sorgfältiger Reposition von stabilen kranialen zu zentralen Gesichtsstrukturen.