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Wie beeinflussen soziale und kulturelle Konstruktionen von Geschlecht die Arbeit und das Leben von Sozialarbeitern? Wie identifizieren sie sich mit ihrer Arbeit und in welcher Beziehung steht diese zum Prozess der Identitätsbildung? Wie gehen sie mit emotionaler Arbeit um? Wie ist die Berufsgruppe von den neuen Arbeitsbedingungen betroffen? Auf der Suche nach Antworten präsentiert diese Arbeit eine Analyse der Arbeitsbedingungen und -beziehungen im Sozialdienst sowie der Beziehung zwischen sozialen Konstruktionen von Geschlecht, emotionaler Arbeit und Sozialdienst und stellt die Ergebnisse einer Untersuchung vor, die mit Sozialarbeitern in Goiânia/GO durchgeführt wurde. Über die Feststellung der massiven Präsenz von Frauen in der Sozialarbeit hinaus muss gezeigt werden, wie die berufliche Praxis geschlechtsspezifisch geprägt ist und wie der Beruf durch Werte und Praktiken beeinflusst wird, die kulturell und historisch mit der weiblichen Welt verbunden sind. Auf diese Weise lädt uns diese Arbeit dazu ein, die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, die ungleiche Verteilung der Hausarbeit und die Bedeutung und Nutzung der Freizeit zu hinterfragen und den Protagonistinnen dieses Berufs, den Sozialarbeiterinnen, eine Stimme zu geben.