Charlotte Fleischmann / Edward A. Sharpey-Schafer
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In der folgenden Betrachtung, der Rede des Präsi denten zur EröffnUDg der diesjährigen Versammlung u der 'Britisb Association in Dundee. habe ich ver sucht, die allgemeine Richtung der modemen bio chemischen Forschung in bezug auf Natur und Ur sprung alles Lebenden %U erklären und die . Art, wie das Leben der viebelligen Organismen, besonders der höheren Tiere und Menschen erhalten wird, darzulegen. Ich habe auch die Schlußfolgerungen hervorgehoben, die berechtigterweise aus den Ergebnissen solcher Unter suchungen gezogen werden können, ohne dabei jedoch die Bedenken, welche sich gegen diese Schlußfolge nmgen erheben, zu verkennen oder zu unterschätzen. Der Gedanke ist nicht neu, daß zu irgendeiner Zeit alles Lebendige aus totem StoBe gebildet wurde. Trotz des Satzes 'Omne vivum e vivo' hat es sicher lich eine Periode der Erdgeschichte gegeben, in der unser Planet keinerlei Dasein, das wir Leben nennen, bätte enthalten können. Es kann über diesen Punkt unter wissenschaftlichen Denkern keine Meinungs verschiedenheit aufkommen. Es ist auch nicht das erste Mal, daS auf die Möglichkeit synthetischer Erzeu gung von lebender Substanz im Laboratorium bingewie- - I- sen wird. Doch nur Solche, die den Fortschritt der Bio chemie in den letzten Jahren nicht kennen, würden zu behaupten wagen, daß unser Wissen seit Tyndall und Huxley nicht vertieft sei. Aber schon diese Forscher zeigten den richtigen wissenschaftlichen Instinkt, indem sie lehrten, daS urspriiDglich Lebe wesen aus toter Materie entstanden seien. Also-hielten sie eine Lebens-Synthese für möglich, obgleich damals eine solche Behauptung viel unsicherer zu begründen war als heutzutage.