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Bei zahlreichen Wettbewerben über Stahlbrücken und bei Ausführungen der letzten Jahre tritt deutlich das Bestreben hervor, neben den jahrzehnte lang bevorzugten einteiligen Fachwerken, den Dreieckfachwerken, auch wieder mehrteilige Systeme, im besonderen aber zweiteilige, einzuführen. Unter diesen sind es vornehmlich die sogenannten Rhombenfachwerke, die wegen ihrer guten ästhetischen Wirkung besonders beliebt sind. Den Bestrebungen, diesen Systemen wieder größere Geltung zu verschaffen, stehen entgegen die Unklar heit über die statischen Verhältnisse überhaupt, sowie die weit verbreitete Meinung über ein ungünstiges statisches Verhalten, das entweder eine Ver ringerung der Sicherheit bedingt, oder aber zu reichlicher Bemessung führt und damit das System unwirtschaftlich gestaltet. Diese Meinung gründet sich jedoch nur auf sehr grobe Näherungsberechnungen, die außerdem von ganz falschen Voraussetzungen ausgehen. Die hier noch klaffende große Lücke in der Kenntnis des statischen Ver haltens einer wichtigen Brückenart hat Veranlassung zur vorliegenden Ab handlung gegeben, in der eine genaue statische Untersuchung des Rhomben fachwerks vorgenommen wird. Die Einflußlinien für sämtliche statischen Größen werden ermittelt und es werden dabei durch Gegenüberstellung der richtigen Werte mit den bisher für hinreichend genau gehaltenen Zahlen wichtige Erkenntnisse über die Zuverlässigkeit der üblichen Berechnungs verfahren erlangt. :F’erner läßt sich aus den genauen Ergebnissen leicht er sehen, daß den Rhombenfachwerken ein besonders ungünstiges Rtatisches Verhalten im Vergleich mit anderen Brücken nicht zugeschrieben werden darf. Der Deutsche Stahlbau-Verband hat mich bei der Ermöglichung der Druck legung dieser Abhandlung wirksam unterstützt. Es ist mir ein Bedürfnis, ihm hierfür an dieser Stelle zu danken. Aachen, im Juni 1929. Der V (’nasser. Inhaltsverzeichnis.