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Trotz lobenswerter Bemühungen, wie beispielsweise bei Kampagnen zur Förderung der Kondomnutzung, müssen die Printmedien im Kampf gegen HIV/AIDS in Tansania noch in vollem Umfang genutzt werden. Sowohl in den Städten als auch auf dem Land in Tansania sind öffentliche Orte wie Kneipen, Restaurants, Spirituosen- und Drogeriemärkte, Supermärkte, Straßen und Autobahnen übersät mit gut gestalteten, sich heftig konkurrierenden Drucksachen für Produktwerbung, während nur sehr wenige für HIV/AIDS-Kampagnen bestimmt sind. Warum? Diese Studie befasst sich mit den Unstimmigkeiten bei der Nutzung von Drucksachen für HIV/AIDS-Kampagnen. Die Studie war im Wesentlichen qualitativ angelegt und wurde aus der Perspektive der Lernenden und nicht aus der der Forscher durchgeführt. Die Lernenden äußerten frei ihre Ansichten und Vorschläge dazu, wie und warum die Aufklärungsmaterialien zu wenig genutzt wurden und wie sie effektiver und angemessener gestaltet werden könnten. Die Studie zeigt, dass Printmedien in HIV/AIDS-Kampagnen eine wichtige Rolle spielen, obwohl sie mit zahlreichen technischen und kulturellen Hindernissen konfrontiert sind, die ihre Wirksamkeit einschränken. Die Studie informiert Akteure wie Entwickler von Gesundheitskommunikation, Forscher und Praktiker, Medienstudierende sowie politische Entscheidungsträger über den aktuellen Stand der Nutzung von Printmedien zur Verbesserung von Aufklärungskampagnen.