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Dieses Buch entstand aus dem dringenden Bedürfnis heraus, die Kolonialgeschichte Kameruns aus einer Perspektive zu betrachten, die viel zu lange an den Rand gedrängt wurde: die der schwarzen Frauen. Während der deutschen Kolonialzeit (1884-1916) wurden viele Frauen Opfer von sexueller Gewalt, wirtschaftlicher Ausbeutung und vielfältigen Formen der Entmenschlichung, die zum Kern des Kolonialprojekts gehörten. Die vorliegende Arbeit versteht sich als ein Akt der Erinnerung, ein Versuch, diese Frauen aus der Vergessenheit zu holen, nicht um sie in ihrem Opferstatus zu erstarren, sondern um die Komplexität ihrer Erfahrungen zwischen Leid, Resilienz und Überlebensstrategien wiederzugeben. Es geht auch darum, aufzuzeigen, wie die Nachwirkungen dieser kolonialen Ausbeutung heute durch bestimmte Formen sozialer Ungerechtigkeit und Geschlechterdiskriminierung fortbestehen, insbesondere in der zeitgenössischen Sozialschutzpolitik.