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Inhaltsangabe:Einleitung: Mit der politischen Wende des Jahres 1989 wurden die Weichen für eine gigantische Systemtransformation gestellt, die die Umwandlung des zentralistischen Planwirtschaftssystems der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in eine dezentral geleitete Marktwirtschaft zum Inhalt hatte. Von diesem Wandlungsprozeß blieben auch die bislang autoritär - bürokratischen Leitungssysteme der ostdeutschen Betriebe nicht verschont, die sich nun komplett neuen Anforderungen gegenübersahen. Im Spannungsfeld zwischen Beharrung und Erneuerung, und mithin dem Wandel von der 'Leitung' in die 'Führung' der ostdeutschen Betriebe, kam es zu teilweise neuen, und teilweise schon aus der Praxis der Alten Bundesländer (ABL) bekannten Führungsverhaltensausprägungen bei ostdeutschen Führungskräften. Das Erkennen eines Teils dieser Ausprägungen von Führungsverhalten ist der zentrale Gegenstand dieser Arbeit. Da Wertorientierungen allgemein als Verhaltensauslöser wirken, kommt dieser Verhaltensdeterminante eine weitere, neben dem eigentlichen Führungsverhalten herausragende, Bedeutung zu. Auch die Erforschung der Einflußnahme des ostdeutschen Arbeitsmarktes spielt in diesem Kontext eine wesentliche Rolle. Untersuchungsobjekte sind ausschließlich ostdeutsche Führungskräfte, die in Betrieben arbeiten, deren wirtschaftliche Tätigkeit auf die Erzielung von Gewinn ausgerichtet ist. Für die gesamte Arbeit gilt folgende Definition: Führungskräfte sind jene Personen innerhalb einer Organisation, durch deren Entscheidungen die Richtung festgelegt wird, in die sich die Organisation bewegt, innerhalb derer sie führend tätig sind. Vom persönlichen Engagement dieser Personen hängt auch die Dynamik ab, mit der Chancen ergriffen und Probleme angegangen werden. Das Führungsverhalten ostdeutscher Führungskräfte wird im Rahmen zweier, sich mit etwa fünf Jahren Abstand gegenüberstehender, Untersuchungszeiträume erfaßt. Der erste Untersuchungszeitraum aggregiert Ergebnisse, die