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Inhaltsangabe:Zusammenfassung: Die Rolle des Vaters in der Erziehung eines Kindes und Jugendlichen, insbesondere in der Vater-Tochter-Beziehung, wurde in der erziehungswissenschaftlichen Literatur bisher - im Gegensatz zur Mutterrolle und zur Mutter-Tochter- oder Mutter-Sohn-Beziehung - noch verhältnismäßig selten thematisiert. Das mag an der Tradition der letzten 200 Jahre mit der (seit Rousseau und Pestalozzi) relativen Hochbewertung der Mutterrolle in der Pädagogik, aber auch an den realen Gegebenheiten liegen: der Tatsache, daß Mütter die hauptsächliche Erziehungsarbeit leisten. Frau Leeb ging beim Entwurf ihrer Diplomarbeit davon aus, daß gerade für zukünftige Pädagoginnen/Erziehungswissenschafterinnen die bewußte Auseinandersetzung mit dem eigenen Vaterbild im Hinblick auf ihre Rolle als mögliche Multiplikatorinnnen sehr wichtig sei. Sie entschloß sich zu einer Arbeit, die sie in zwei Teile gliederte: einen sehr ausführlichen Theorieteil und einen empirischen Teil, der eine eigenständige qualitative Studie beinhaltet. Im Theorieteil, in welchem sie die vorliegende Literatur zum Thema Vaterrolle und Vater-Tochter-Beziehung auch von den 'Nachbardisziplinen' der Pädagogik (Psychologie, Soziologie) her analysierte, skizziert sie zunächst den Wandel in der Definition des 'Vaters' und zeigt, mit welchen Theorien die Vaterrolle jeweils verbunden ist, wie sich die Forschung dazu entwickelte und wie die Rolle des Vaters heute in den einzelnen Lebensabschnitten der Tochter gesehen wird. Dabei wird deutlich, daß der Wandel der Definitionen des Begriffs 'Vater' Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels ist, der sich vor allem in der teilweisen Auflösung der strikten Rollenzuschreibungen von Mann und Frau ausdrückt. (S. 13) Im folgenden Abschnitt der Arbeit (Kap. 2) stellt die Autorin Ergebnisse der sog. Vaterforschung vor, orientiert sich am 4-Phasen-Modell von Fthenakis, um dann auf einige Positionen einzugehen, die sich speziell mit der Rolle des Vaters in der En