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In der Geschichte des Kalten Krieges gilt Kanada als Land, das eine untergeordnete Rolle gespielt hat, und es bestehen nach wie vor zahlreiche Vorurteile hinsichtlich des kanadischen Pazifismus, die durch die Entsendung von Blauhelmsoldaten während der Suez-Krise zementiert wurden. Dieses Werk hinterfragt die Rolle Kanadas während des Kalten Krieges und insbesondere während der zweiten Berlin-Krise, dem Höhepunkt der Spannungen vor dem Bau der Mauer im Jahr 1961. In der Nachkriegszeit war Kanada in den 1950er Jahren auf der Suche nach seiner Identität auf der internationalen Bühne. Wie spielt diese Mittelmacht, die Kanada darstellt, ihre Karten in einer Welt aus, die man gemeinhin als bipolar anzusehen pflegt? Anhand zahlreicher Quellen aus dem Archivbestand des kanadischen Generalstabs des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und Handel Kanadas zeigt dieses Buch auf, inwiefern es der kanadischen Diplomatie gelang, Einfluss auf die NATO auszuüben und gleichzeitig Rücksicht auf die Regierungen der USA und der Sowjetunion zu nehmen. Schließlich zeigte die UdSSR - entgegen dem, was damals von den westlichen Massenmedien verbreitet wurde - friedliche Absichten, was den gängigen Interpretationen des Kalten Krieges widerspricht.