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Das Profil von Vasco da Gama wurde nicht nur von Glanz und Heldentum geprägt. Der Roman „Peregrinação de Barnabé das Índias' (1998) von Mário Cláudio ist ein Beispiel dafür, dass Vasco da Gama, weit davon entfernt, eine historisch definierte Figur zu sein, eine vielfältige Quelle für Interpretationen und Schlussfolgerungen ist. Um zu zeigen, dass dieses Werk von Mário Cláudio keine bloße chronologische Wiedergabe dieses Unternehmens ist, halten wir es für angebracht, den Autor und sein Werk in Bezug auf die kritische Tradition, in die es sich einfügt, zu verorten und dabei einen Weg zusammenzufassen, der sowohl von historischen als auch literarischen Manifestationen geprägt ist, die ebenfalls die Darstellung der Reisen von Vasco da Gama abdecken. Darüber hinaus werden wir sehen, dass der Autor in diesem Werk das Glaubwürdige aus der Frühzeit der Überseereisen untersucht, das aus den legendären Königreichen und Bestiariums unserer westlichen Tradition besteht. Diese imaginären Elemente, die im 15. und 16. Jahrhundert noch latent vorhanden waren, spielen eine wichtige Rolle in der historischen Ebene dieses Romans und begründen die Darstellung einer ambitionierten und unkontrollierten Vorstellungswelt, die die Komplexität der Renaissance-Mentalität sowie das menschliche Bedürfnis nach neuen Erfahrungen widerspiegelt.