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Mit der Erweiterung um mittel- und osteuropäische Länder (MOEL) in den Jahren 2004/2007 wurden die Außengrenzen der EU nach Osten verlegt. Vor dem Beitrittsprozess verfügten die mittel- und osteuropäischen Länder (MOEL) weder über Grenzkontrollen in ihrer in Westeuropa geltenden strengen Form noch über Asylsysteme. Bei der Vorbereitung auf die Erweiterung mussten die EU und die Kandidatenländer daher sicherstellen, dass mit dem Beitritt sowohl der Grenzschutz an den neuen Außengrenzen als auch nationale Asylpolitiken, die die Menschenrechte im Einklang mit den Verpflichtungen der EU garantieren, vorhanden waren. Diese Fallstudie zu Bulgarien analysiert, wie sich die Asylpolitik unter dem Einfluss der Europäischen Union während des Beitrittsprozesses und darüber hinaus entwickelt hat. Wie genau hat die EU den Beitrittskandidaten beeinflusst, was war das Ergebnis dieses Drucks und inwieweit spiegeln die Asylpolitiken des neuen Mitgliedstaats die Prioritäten und Widersprüche der EU-Asylpolitik wider?