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Die vorliegende Studie hinterfragt die Grundlagen und die Logik der Konstruktion von Gerüchten in einem sozialen Kontext, der von einer „Fülle' offizieller Diskurse über die Ebola-Viruserkrankung geprägt ist. Die in Tabou, einer Stadt im Südwesten der Elfenbeinküste, durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass in der Gesellschaft fünf Arten von Gerüchten kursieren. Dabei handelt es sich um Gerüchte, die die Krankheit leugnen, Verschwörungstheorien, Gerüchte über die Herkunft der Krankheit, Gerüchte über Therapien und Gerüchte über politische Absprachen. Diese Gerüchte über die Ebola-Epidemie haben sich vielfältig und weitläufig in der Gesellschaft verbreitet. Sie wurden über Affinitätsbeziehungen in regelmäßig frequentierten Räumen verbreitet. Diese interpretativen Tendenzen in Bezug auf die Krankheit haben ihren Ursprung in der sozialen Vorstellungswelt, die von postkolonialen Ressentiments, aber auch von Daten der jüngeren sozialen und politischen Geschichte geprägt ist.