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Dieses Bändchen setzt in keiner Weise mathematische Kenntnisse voraus und mOchte sich an jeden wenden, der mit Verständnis rechnen gelernt und die Preude daran nicht verloren hat. Seiner ganzen Passung nach dürfte es viel leicht den Liebhabern der Kulturgeschichte nicht unwill kommen sein. Dasseldorf, Weihnachten 1922. Ewald Fettwel8. INHALTSVERZEICHNIS 1. Oie ersten Anfänge des Zählens und Rechnens (Fing- rechnen) . . . . . . . . . . . . . . . • • . . . . 7 2. Das Rechnen bei den vom Griechentum unabhängigen Kulturvölkern. . . . . . . . . . . . . . . 11 3. Das Rechnen bei den Griechen und Römern 19 4. Oie Abazisten des Frühmittelalters . 30 5. Das Rechnen bei den Indern . . . . . . . 36 6. Das Rechnen bei den Arabern . . . . . . . 40 7. Die Auswirkung der indisch-arabischen Rechenmethoden im Abendland a) das Rechnen mit ganzen Zahlen. . . • . . . . . . 44 . b) das Rechnen mit Brüchen und die Brfindung der De· zimalbruchrechnung . . . . . 48 8. Die Ahazisten des Spätmittelalters 51 9. Schluß . . . . . . . . . . . . . 54 1. DIE ERSTEN ANFÄNGE DESZÄHLENSUND RECHNENS (FINGERRECHNEN) Die Menschen haben in den ältesten Zeiten in rein an schaulicher Weise mit Hilfe konkreter Gegenstände, z. B. mit Steinchen, Weizenkörnern, Schlangenköpfen, Stäbchen, Grashalmen, Knotenschnnren, Kerbhölzern gezählt und ge rechnet. Ausdrncke wie das französische 'calculer' = 'mit Steinehen hantieren' und die Bezeichnung der mexikanischen Tarahumaren für rechnen= ,,ab häufen' oder 'zu Haufen ver teilen' weisen noch darauf hin. Das am weitesten verbreitete und beliebteste Rechenhilfsmittel der Menschheit waren aber die Finger. Sie wurden benutzt, ähnlich wie es jetzt noch unsere Kinder in der Schule machen. Belege dafür lassen sich genug erbringen.