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Dieses Buch analysiert vergleichend Fido Nestis 1984: The Graphic Novel und Malka Olders Infomocracy, um die psychologischen Ängste rund um die Überwachung in der dystopischen Literatur zu untersuchen. Die Studie integriert Freuds psychoanalytisches Strukturmodell (Es, Ich, Über-Ich) mit Foucaults Panoptismus-Theorie, um zu untersuchen, wie unterschiedliche Kontrollregime - totalitäre und algorithmische - die individuelle Psychologie belasten. Nestis 1984 stellt eine offene, auf Angst basierende panoptische Kontrolle dar, die Winston Smiths Identität visuell unterdrückt. Infomocracy präsentiert eine subtilere, technokratische Dominanz, die durch algorithmische Governance aufrechterhalten wird und zur Selbstüberwachung zwingt. Die Forschung zeigt, dass beide Gesellschaften trotz unterschiedlicher Kontrollmittel tiefgreifende interne Konflikte hervorrufen. Durch die Konzentration auf Abwehrmechanismen wie Verdrängung, Verleugnung und Projektion offenbart die Studie vergleichbare psychische Folgen: Angst, Selbstzensur und fragmentierte Identität. Letztlich argumentiert dieses Werk, dass die Kombination von psychoanalytischen und Foucaultschen Theorien eine multidimensionale Sichtweise darauf bietet, wie sich Macht im psychologischen Gefüge verankert, und unterstreicht die dringende Notwendigkeit, die psychischen Kosten der Kontrolle in unserer digitalisierten Welt zu untersuchen.