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Das vorliegende Buch untersucht den Prozess und die Modalitäten der Versprachlichung des religiösen Textes im zeitgenössischen französischsprachigen maghrebinischen Roman. Es versucht, die Haltungen zu entschlüsseln, die von Empathie bis hin zu Subversion reichen - wobei letztere durch Vorurteile, Stereotypen oder den Wunsch, den Erwartungen der westlichen Leser zu entsprechen, gekennzeichnet ist - und anhand derer die Autoren sich dafür entscheiden, die historischen Ursprünge des Islam in ihre Romanfiktionen einzubeziehen. Assia Djebar, Salim Bachi, Driss Chraïbi und Mohammed Ennaji laden die Leserschaft ein, eine andere Form des fiktionalen Erzählens zu erkunden, deren Ziel nicht nur darin besteht, die Denkweisen ihrer Gesellschaften, der muslimischen Welt und des Westens zu kritisieren, sondern auch und vor allem, Brücken zwischen zwei Kulturen mit unterschiedlichen Sichtweisen zu bauen. In diesem Sinne laden sie den Leser dazu ein, über einen friedlichen und toleranten Islam nachzudenken, der die Vielfalt befürwortet, den interreligiösen Diskurs aufwertet und Pluralität und Offenheit fördert.