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Sowohl das türkische als auch das iranische Kino können als grenzüberschreitend definiert werden und folgen in diesem Sinne der geografischen und kulturellen Dimension zwischen Europa und Asien. Beide Länder sind hybride Länder. Geografisch liegen sie im Orient und gehören zu dessen Problematik. Sie sind aber auch Tor nach Europa, empfangen den Einfluss der Verwestlichung, und vor allem türkische Filme dokumentieren und diskutieren die Dualität zwischen West und Ost, Moderne und Tradition, Säkularisierung und religiösem Einfluss. Der Westen ist in diesem Zusammenhang gleichzeitig Verheißung und Feindseligkeit. Das israelische Kino hingegen spiegelt in einigen seiner besten Filme den politischen, militärischen und identitären Konflikt wider, der das Land umgibt. In diesen Filmen wird die Debatte mit überraschender Offenheit geführt, wobei sich die Filmemacher weigern, einen Feind zu benennen oder mit Dualitäten zu arbeiten. Sowohl die türkischen als auch die israelischen Filmemacher haben schließlich eine spezifische Reflexion über die Realität ihrer Länder geschaffen und daraus eine filmische Identität entwickelt. Diese Identität wird von Ricardo Luiz de Souza auf den folgenden Seiten anhand der Analyse einer Reihe von Filmen aus beiden Ländern behandelt.