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Die Schweinepopulation in städtischen und vorstädtischen Gebieten hat in letzter Zeit aufgrund des steigenden Schweinefleischkonsums zugenommen. In Tansania hat der gestiegene Schweinefleischkonsum dazu beigetragen, dass mehr Haushalte Schweine halten und lebende Schweine aus ländlichen Gebieten in städtische Gebiete transportiert werden, um dort einen guten Markt zu finden. Der Transport infizierter Schweine spielt eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Infektionen in Gebiete, in denen es bisher keine solchen Infektionen gab. Es ist bekannt, dass einige Krankheiten wie die Taenia solium-Zystizerkose in einem sozioökonomisch schwachen, unhygienischen Umfeld und unter schlechten Schweinehaltungsbedingungen fortbestehen, weshalb die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung und anschließenden Etablierung dieser Infektionen in städtischen Gebieten deutlich höher ist. In ähnlicher Weise verbreiten sich andere hochansteckende Krankheiten wie die Afrikanische Schweinepest sehr schnell durch den Transport lebender infizierter Schweine. Daher sind eine wirksame Quarantäne, Bewegungsbeschränkungen und die Schlachtung infizierter Schweine möglicherweise weiterhin die einzigen Kontrollmaßnahmen in Endemiegebieten. Die Schweinezystizerkose und die Afrikanische Schweinepest in Morogoro, Tansania, haben den Stand der serologischen Überwachung und die damit verbundenen Risikofaktoren in der städtischen Hausschweinehaltung deutlich gemacht.