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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Deutsch - Gattungen, Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik), Veranstaltung: Hauptseminar: Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Begriff 'Realismus' ist, bezogen auf die Kinder- und Jugendliteratur, keine Epochenbezeichnung, sondern die Bezeichnung für eine Stilrichtung, 'in der es bei Themenauswahl und Darstellungsweise um ein möglichst genaues Treffen der tagtäglichen Probleme von Kindern und /oder Jugendlichen geht.' (Karst, S. 135) Realismus im engen Sinn ist für eine bestimmte Art der Erzählliteratur charakteristisch: die realistische Kindergeschichte (Umweltgeschichte) und den realistischen Jugendroman (psychologisch-emanzipatorisch). Beide Formen sind seit dem 19. Jahrhundert bekannt und zeitweise auch richtungsgebend für die Entwicklung der Kinder- und Jugendliteratur. Es geht um die literarische Entdeckung der kindlichen realen Umwelt und auch um die schon bald sichtbar werdenden sozialen Probleme. Es geht um die Darstellung der nahen Lebenswelt des Kindes. Demnach sind die klassischen Themen: Konflikte innerhalb der Familie/Generationskonflikte, Schulsituation, Außenseitertum und Gemeinschaft der Gleichaltrigen (näheres dazu und weitere Themen siehe Punkt 3.)Der Realismus taucht sowohl in Mädchenbüchern, Sachbüchern, Adoleszenzromanen und auch in der zeitgeschichtlichen und politischen Jugendliteratur auf. Er wird authentisiert durch dokumentarische Darstellungsweisen und durch den Gebrauch der wirklichkeitsgetreuen Sprache der Jugendliche wie Umgangssprache und Slang (dies ist aber erst in der neueren Kinder- und Jugendliteratur der Fall). Die realistischen Kindergeschichten greifen besonders Themen aus dem nahen Lebenskreis des Kindes auf wie Elternhaus, Schule und Freundschaft. Die kindlichen Protagonisten der Geschichten agieren selbst als Handelnde und sollen als Identifikationsfiguren fungie