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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,0, Universität Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Aus der Perspektive des 21. Jahrhunderts lässt sich manchmal nur noch schwer entschlüsseln, welche dem Anschein nach marxistischen Begriffe und Konzepte denn nun originär von Marx stammen und welche den Marxismen, also den vielfältigen Interpretationsweisen von Marx, geschuldet sind. So taucht z. B. in einem marxistischen Online-Lexikon der Begriff „Klassenbewusstsein' mehrere Male auf, jedoch nie in den Zitaten aus dem Primärwerken von Marx, sondern nur in den Überschriften der Verfasser. Zwar reflektiert auch Marx über das Bewusstsein und die Ideolgie einzelner Klassen, ohne dabei den Begriff „Klassenbewusstsein' häufig zu vewenden. Die erste explizite Thematisierung dieses Begriffs findet sich schließlich auch nicht bei Marx, sondern in Georg Lukács’ 1923 herausgegebener Essaysamlung 'Geschichte und Klassenbewußtsein'. Mit diesen Texten unternahm Lukács den Versuch, einerseits seine Erfahrungen während der ungarischen Räterepublik zu theoretisieren und andererseits die Marxsche Ideologie- und Ökonomiekritik und vor allem deren Methode ins 20. Jahrhundert zu überführen. Damit wurde Geschichte und Klassenbewußtsein nicht nur zum Referenzpunkt marxistischen Denkens im 20. Jahrhundert, gerade auch in Deutschland , sondern erweiterte gleichzeitig die marxistische Theorie um neue Diskursgegenstände wie das Konzept „Klassenbewusstsein'. In Anbetracht des Stellenwertes, den Lukács diesem Konzept durch einen ganzen Aufsatz beimisst , lohnt sich eine genauere Betrachtung davon, da das „Klassenbewusstsein' in Lukács’ Theorie in Bezug auf eine revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft sowie auf die epistemologische Disposition des Proletariats eine zentrale Rolle einnimmt. Diese beiden entscheideden Bedingungen einer marxistischen Theorie werden bei Lukács jedoch, vermittelt durch das Klassenbewusstsein, implizi