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Seit kurzem streben belgische Modehäuser danach, durch Internationalisierung zu wachsen. Die Einbindung und der Einfluss international anerkannter belgischer Designer könnten ein Weg sein, wie es bei vielen Luxusmarken der Fall ist. Auch die Expansion durch die Übernahme durch einen Luxuskonzern oder einen Finanzkonzern ist ein denkbares Modell. Wurde diese Lösung gewählt, und wenn ja, welche Ergebnisse hat sie gebracht? Für institutionelle Modehäuser gibt es verschiedene Möglichkeiten, ihren Mangel an finanziellen Mitteln auszugleichen, doch nicht alle sind umsetzbar. Für Marken, die aufgrund ihrer Geschichte „international' sind, wie beispielsweise Loewe, ist eine Übernahme sinnvoll, da sie ohnehin zu einer raschen Internationalisierung neigen - eine Strategie der großen Konzerne. Für Modehäuser mit familiärer Führung und eher nationaler Ausrichtung könnte diese Lösung die Geschichte der Marke und ihre Legitimität gefährden. Eine Partnerschaft zwischen Management und Designer, wie sie Hermès seit 2004 mit Jean-Paul Gaultier umgesetzt hat, erscheint geeigneter. Delvaux würde in diesen letzten Vorschlag fallen.