Andrey Midko / Bogdan Biron / Vsevolod Rozanov
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Die Monografie widmet sich einem aktuellen Thema der Suizidologie - der Möglichkeit der Vorhersage von Suizidversuchen auf der Grundlage einer Analyse der Rolle bestimmter psychologischer Merkmale, insbesondere der Hoffnungslosigkeit, im Zusammenhang mit negativen Stressereignissen (Lebensstress). Anhand der Methode der Strukturgleichungsmodellierung wird gezeigt, dass Männer, die Suizidversuche begehen, in zwei Gruppen unterteilt werden können, von denen die eine stärker von akutem Stress abhängt, während die andere stärker von frühkindlichen traumatischen Stresserlebnissen geprägt ist. Ähnliche Gruppen (mit geringerer statistischer Signifikanz) lassen sich auch bei Frauen feststellen. Die Analyse zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Suizidversuchs weniger durch das formale Ausmaß der zu einem bestimmten Zeitpunkt akkumulierten emotionalen Belastung bestimmt wird als vielmehr durch den chronologischen „Auslösepunkt' des Stresses (früher Stress) und dessen Folgen in Form von kognitiven und emotionalen Verschiebungen (insbesondere in Form des Phänomens der Hoffnungslosigkeit) sowie den ursprünglichen persönlichen Voraussetzungen in Form von Defiziten an emotionaler Stabilität und psychologischer Plastizität.