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Jedes Bauwerk bringt durch Entfernen oder Auftragen von Massen Eingriffe in die natiirlichen Gleichgewichtsbedingungcn und Eigenschaften des Erdbodens. 1m Fels werden dadurch nur in besonderen Fallen Veranderungen des natiirIichen Verharrens ausgelOst; lockere oder infolge Verwitterung miirbe Gesteine hin gegen neigen zu Bewegungen, die oft nur mit hohen Kosten un schadlich zu machen sind. Viele im Bodeninnern steinharte, nur durch Sprengen zu losende Tongesteine erweichen in Beriihrung mit Luft und Feuchtigkeit und verlieren dabei den inneren Zusammenhalt. Eine wesentliche Rolle spielt immer das Wasser, das entsprechend der Menge und GroBe der Hohlraume in jeder Gesteinsart vorhanden ist oder aufgenommen werden kann. Feuchtigkeit lockert die Verbandsfestigkeit. 1st der Wassergehalt derart reich, daB er als Grund wasser oder 'Quelle' beim Anschneiden auszuflieBen beginnt, so hat ein Bau auBer mit den Schwierigkeiten der Standfestigkeit auch mit denen des Wasserandranges zu kampfen. In Stauraumen, wo Wasser unter Druck gelangt, wird es Aus wege suchen; die hydrostatische Spannung pflanzt sich fort, viele Wege erweitern sich mit der Zeit, und alle fUhren, abgesehen von Wasserverlusten, moglicherweise zu Bodenverlagerungen und Einstiirzen selbst der bestkonstruierten Bauten. Vorsorge gegen jede - vor allem gespannte - Wasserbewegung im Erdreich in der Nahe von Wehren, Dammen, Talsperren, Stiitzmauern usw. ist eine Hauptfrage. Solche und andere Gefahren, ihr AusmaB, wo und wie sie zu vermeiden sind, wie sich Bauten am zweckmaBigsten den Boden eigenschaften anpassen, diese moglichst ausniitzen, auch zur ort- Anm. Die Indexziffern im Text verweisen auf das Literaturverzeichnis S.57.