Experimentelle Untersuchungen von Knochentransplantaten mit unveränderter und mit denaturierter Knochengrundsubstanz

Experimentelle Untersuchungen von Knochentransplantaten mit unveränderter und mit denaturierter Knochengrundsubstanz

Leonhard Schweiberer

72,88 €
IVA incluido
Disponible
Editorial:
Springer Nature B.V.
Año de edición:
1970
ISBN:
9783662237113
72,88 €
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Seit 1957 wird nach langjährigen wissenschaftlichen Vorarbeiten durch Maatz und Bauermeister ein industriell zubereiteter, macerierter Rinderknochen dem chirurgisch tätigen Kliniker als Knochentransplan­ tat angeboten. Der sog. 'Kieler Span' wird durch ein besonderes Macera­ tionsverfahren entfettet und seiner cellulären Bestandteile entledigt. Seine biologische Struktur und die verbliebenen Kalksalze sollen ihn be­ fähigen - in ein geeignetes knöchernes Lager verpflanzt - metaplasti­ sche Knochenneubildung in Gang zu setzen oder das Lager zur Callus­ bildung anzuregen. Der Wunsch des Klinikers nach einem geeigneten Knochentrans­ plantat, das die autologe Knochentransplantation ersetzt, ist verständ­ lich. Die autologe Transplantation erfordert einen zweiten operativen Eingriff, für große knochenplastische Eingriffe steht nicht immer ge­ nügend körpereigener Knochen zur Verfügung. Dem heteroplastischen Material dagegen sind bezüglich Gewinnung, Menge und Form keine Grenzen gesetzt. Die Maceration des tierischen Knochengewebes beseitigt die be­ kannten Nachteile der Antigen-Antikörperreaktion art-und individual­ spezifischer Eiweißkörper. Experimentelle Ergebnisse und klinische An­ fangserfolge weckten die Hoffnung auf volle klinische Verwendbarkeit des Spanes. Seither sind mehr als 10 Jahre klinischer Erprobung vergangen. Die Angaben über den klinischen Wert des Macerationsspanes sind wider­ sprüchlich. Es erschien deshalb zweckmäßig, experimentell Leistungs­ fähigkeit und Grenzen des Spanes zu prüfen und die Ergebnisse in Be­ ziehung zu setzen zu den bekannten Gesetzmäßigkeiten der Knochen­ überpflanzung. Der Wert eines Transplantates wird gemessen I. am Ablauf des unmittelbaren Einheilungsvorganges, 2. an seiner Osteogenetischen Potenz, 3. an der Art des knöchernen Umbaus.

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