K. SRI KRISHNA / MD. HAFIZUDDIN / Saumya Verma
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Temporomandibuläre Gelenkerkrankungen (TMD) sind eine Gruppe von Erkrankungen, die das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur und die damit verbundenen Strukturen betreffen. Diese Erkrankungen verursachen häufig Kieferschmerzen, Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes, Knack- oder Knackgeräusche und manchmal Kopfschmerzen oder Beschwerden im Ohrbereich. TMD kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter Traumata, stressbedingtes Zähneknirschen (Bruxismus), Fehlstellungen der Zähne, Arthritis oder Muskelfunktionsstörungen. Je nach Ursache werden TMD grob in muskelbedingte (myogene) und gelenkbedingte (arthrogene) Störungen unterteilt. Die Diagnose erfolgt hauptsächlich klinisch und wird bei Bedarf durch bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen, MRT oder CT-Untersuchungen ergänzt. Die Behandlung ist in der Regel konservativ und umfasst Patientenaufklärung, Physiotherapie, Aufbissschienen, Medikamente (Analgetika, Muskelrelaxanzien) sowie Techniken zum Stressabbau. In schweren Fällen können minimalinvasive Eingriffe oder Operationen erforderlich sein. Insgesamt ist eine TMD in der Regel gut behandelbar und bei frühzeitiger Diagnose und angemessener Versorgung oft reversibel.