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Die Kaliindustrie griindet sich auf die Forderung, Ver arbeitung und Verwertung der Kalisalze. Hierunter ver steht man leichtlosliche Verbindungen des Kalis in der verschiedensten Zusammensetzung. Wie bekannt, wurden diese Salze friiher als Abraumsalze bezeichnet und auf die Halde geschiittet, bis der Chemiker Professor Mar chand entdeckte, daB, sie erhebliche Mengen Kali ent hielten. Nun hatte Liebig schon friiher die Bedeutung des Kalis fiir das Pflanzen~achstum nachgewiesen. Die Verwendung desselben zu Diingungs’zwecken war aber noch nicht in groBerem Umfange erfolgt, weil es an einer er giebigen Kaliquelle mangelte. Diese war mit der Ent deckung Marchands gefunden. Damit war die Grundlage fiir die Entwicklung der Kaliindustrie gegeben. Unsere Kalilagerstatten weisen in der Hauptsache f- gende Salzsorten auf: Steinsalz = NaCl Sylvin =KCI Karnallit = KCI + Mg Cl+ 6 H 0 2 2 Kainit = KCI + Mg 50+ 3 HP 4 Kieserit =Mg 50 +H 0. 4 2 Die Kalisalze werden zum Teil als Rohsalze unmittelbar dem Verbrauch zugefiihrt. In diesem FaIle werden sie vorher auf rein mechanischem Wege in Miihlen zerklei nert. Ein erheblicher Teil erfahrt erne fabrikatorische Um arbeitung. DemgemaB unterscheidet man R 0 h sal z e - 1 2 hierzu gehoren Kainit bzw. Sylvinit ), Hartsalz ), Karnallit und Bergkieserit - und fa b r i kat 0 r is c h g e won n e n e Sal z e (Chlorkalium, schwefe1saures Kali, schwefel- 1) Sylvirtit = Gemenge von Steinsalz und Sylvin.