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2 dem beliebten Ausdruck der 'Krankheit sui generis' vor. Letzterer Ausdruck bedarf iiberhaupt etwas der Beschrankung; er wird ja selbst von einigen Autoren noch bei Erbkrankheiten angewandt, bei denen es der Natur der Sache nach wohl auch einigermaBen umgrenzbare Krankheitsbilder, aber nie eigene fest abgeschlossene Krankheiten geben kann. Bei der epidemischen Encephalitis ware die Frage, ob auch die atiologischen Determinanten der Krankheit eine feste Abriegelung von anderen Krankheitsprozessen gestatten, erst mit der Entschei dung des Problems der Beziehungen zwischen Grippeerregern und Encephalitis erregern geltist. Aber diese Beziehungen sind noch unklar, und wir miissen nicht nur immer noch mit der Moglichkeit rechnen, daB ein biologisch eigenartiges Grippevirus den Erreger der Encephalitis darstellt, sondern wir konnen sogar praktisch noch nicht immer mit Sicherheit klinisch rasch entscheiden, ob wir im gegebenen Fall eine einfache toxische Grippe - eine 'Kopfgrippe' - oder aber eine tatsachliche Encephalitis vor uns haben, aus der nach Jahren ein ty pischer Parkinsonismus resultiert. Provisorisch haben wir das Recht, zwischen Grippe und Encephalitis Beziehungen anzunehmen, die sich - allerdings nur in ganz bestimmten Grenzen - mit denen zwischen Lues und Paralyse ver gleichen lassen. Sicher ist doch, daB die Paralyse zwar eine nosologische Ein heit bildet, aber keine Krankheit sui generis, atiologisch sich vielmehr - ',i. e man sich auch die Pathogenese der Paralyse vorstellen mag - letzten Endes nur auf die Spirochateninvasion in den Korper zuriickfiihren laBt und ohne die Anwesenheit der Spirochaten im Gehirn nicht denkbar ist.