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Bei vielen feineren Wechselstrommessungen sind die üblichen Meßinstrumente wegen ihres hohen Eigenverbrauches ungeeignet. Bei Gleichstrom besitzt man in dem allgemein bekannten Kompensations verfahren ein vorzügliches Mittel zur Durchführung solcher Messungen. Die gleiche Methode läßt sich auch mit Erfolg bei Wechselstrom an wenden; sie erlaubt hier, Spannungen ohne Stromverbrauch, Ströme von praktisch beliebiger Stärke mit geringem Spannungsverlust sowie Flü~se ohne Effektverbrauch zu messen; das letztere erreicht man durch Messung der in einer Prüfspule induzierten EMK. Es sei !loch besonders die Möglichkeit hervorgehoben, die gegenseitige Lagc ver schiedener Vektoren zu bestimmen. Das vVechselstrom-Kompensations verfahren hat trotz seiner vielseitigen Anwendbarkeit bis jetzt, ,,-e:ligstens in Deutschland, sehr wenig Beachtung gefunden (s. hierzu auch Einleitung) und wird in den Lehrbüchern über elektrotechni~,che )Ießkunde, ' venn man von seiner Anwendung zur Prüfung von :: leß ' vandlcrn absieht, überhaupt nicht erwähnt. Die Methode wurde vom Yerfatser zum Studium der Vorgänge in Induktionszählern und bei anderen Untersuchungen angewandt. Die Ergebnisse einiger die:;er Fntersuchungen sQ vie die Theorie der Kompensationsmethode und elie Beschreibung der benutzten Apparate ist in dem kürzlich im gleichen Verlag erschienenen Buch 'Vorgänge in der Scheibe eines Induktions zählers und der VV echselstromkompensa tor als Hilfsmittel zu deren Er forschung' veröffentlicht. Da die Kompensationsmethode jedoch r icht nur für Zählerfachleute von Interesse ist, so erschien es zweckmäßig, den diesen G2genstand behandelnden Teil der Arbeit weiteren Krei_sen zugänglich zu mltehen, was durch die Herausgabe des vorliegenden Sonderabdruckes erreicht werden soll.