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Der auf den folgenden Blättern geschilderte Feldzug der 9. Armee gegen die Rumänen und Russen gehört sicher zu den fesselndsten Abschnitten des Großen Krieges. Zwar reicht er in den Größenausmaßen an die Riesenoperationen, wie sie zu Beginn des Krieges 1914 im Westen, 1915 im Osten und 1918 wieder im Westen geführt wurden, nicht heran. Immerhin sind zeitweilig in der 9. Armee, die ihre Siegesbahn recht bescheiden mit etwa 60.000 Mann betrat, an 250.000 Mann vereinigt gewesen, hat ihre Frontbreite mehr als 450 km betragen, hat sie im Vorwärtsschreiten in vier Monaten nahe an 600 km, wie sie der Vogel fliegt, hinter sich gebracht und feindliches Gebiet, das an Umfang Belgien erheblich übertrifft, einschließlich seiner Hauptstadt Bukarest erobert. Man sieht also, daß sich der Feldzug, auch an den Zahlen- und Raumverhältnissen gemessen, sehen lassen kann. Aber nicht darin liegt seine Bedeutung. Sie beruht in der gleichbleibenden Größe der Leistungen der Truppen während eines überraschend langen Zeitabschnitts und unter den verschiedensten äußeren Umständen. Die Armee hat vom ersten bis zum letzten Tage des Feldzuges gegen zahlenmäßige Überlegenheit kämpfen müssen. In sieben großen Schlachten und unzähligen anderen Kampfhandlungen mußte sie sich ihren Weg zum Ziel erstreiten. Als sie die rumänische Wehrkraft zum besseren Teil zertrümmert hatte, traten ihr, die sie durch dreimonatigen fast unausgesetzten Bewegungskrieg abgerissen, in den Ständen stark geschwächt, ausgehungert war, frische russische Kräfte entgegen. Sie hat sich durch sie nicht aufhalten lassen. Ebensowenig wie durch den Eis- und Schneewall der transsylvanischen Alpen oder den versumpften Boden der Walachei im Winter. Solche Leistungen zu vollbringen, waren, nach zweijährigem, schwerem Krieg, nur Männer befähigt, in denen der Glaube an die Zukunft des eigenen Volkes, der Wille zum Sieg unerschütterlich lebte. Ihnen zum Gedächtnis sind diese Zeilen zum großen Teil während der Ereignisse selbst geschrieben. Ihnen zum Gedächtnis und den Nachkommen zur Bürgschaft, daß es keine Schwierigkeit gibt, die nicht durch den einigen Willen deutscher Männer überwunden werden könnte.