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Über marokkanische politische Parteien zu schreiben bedeutet in erster Linie, sich mit Machtverhältnissen auseinanderzusetzen, in denen Fragen der Ideologie, Hegemonie und Zustimmung aufgrund nationaler und internationaler Umstände ständig neu definiert werden. Im Laufe der politischen Geschichte Marokkos haben sich verschiedene politische Akteure in unterschiedlicher Form politisch engagiert und damit unruhige Reaktionen seitens der monarchischen Institution hervorgerufen. Das Zusammenspiel zwischen der Monarchie und den politischen Parteien drehte sich oft um Fragen der Entscheidungsfindung und der Vorherrschaft und führte meist zu inkohärenten und inkonsequenten Kompromissen. So verbirgt die demokratische Fassade, die das Regime der Welt gegenüber zu verkaufen versucht, eine tiefe Unruhe angesichts der wachsenden Forderungen nach Demokratisierung und einer Verfassungsmäßigkeit der Machtausübung. Das Streben nach Macht und deren Erhalt ist wahrscheinlich die treibende Kraft, die dafür sorgt, dass die politische Landschaft in Marokko weit davon entfernt ist, ein umfassendes Verständnis zu entwickeln, es sei denn in Bezug auf das Schwanken zwischen Autoritarismus und Demokratisierung.