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Die Ebola-Epidemie, die 2014 in Westafrika wütete, stürzte sowohl die betroffenen als auch die nicht betroffenen Länder in eine Situation der Angst und Unsicherheit. In der Elfenbeinküste wurde von den nationalen Behörden ein Plan zur Bekämpfung dieser Epidemie aufgestellt. So wurden der Bevölkerung und dem Pflegepersonal Richtlinien für die Behandlung möglicher Verdachtsfälle gegeben. Um die Akzeptanz der empfohlenen Maßnahmen zu erhöhen, folgten Sensibilisierungs-, Informations- und Kapazitätsaufbaukampagnen. Außerdem wurden Ebola-Behandlungszentren (CTE) errichtet. In Man jedoch wichen die Akteure bei der Umsetzung dieser Standards von den Empfehlungen der Behörden ab. Ausgehend von einem ethnografischen Ansatz zeigt die Analyse der Logik der Akteure, dass diese Handlungen durch eine Reihe miteinander verflochtener Logiken strukturiert sind. Das als hoch eingeschätzte Ansteckungsrisiko, die Erfüllung sozialer und beruflicher Anforderungen, das Streben nach sozialer und beruflicher Anerkennung und die Aufwertung sozialer Bindungen sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die grundlegenden Beweggründe für das Handeln der Akteure.