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Inhaltsangabe:Einleitung: Die Theorie des literarischen Feldes des Kultursoziologen Pierre Bourdieu bildet für diese Arbeit den wichtigsten Teil seiner thematisch vielfältigen, an der gesellschaftlichen Praxis orientierten soziologischen Studien. Die Feldtheorie basiert ihrerseits auf einer allgemein-soziologischen Theorie der Gesellschaft mit einigen spezifischen, korrelativen Grundkategorien, die im ersten Teil dieser Arbeit vorgestellt werden sollen, um im Anschluß daran die Theorie des literarischen Feldes erläutern zu können. Auf der bis dahin erarbeiteten theoretischen Grundlage werden im praktischen Teil dieser Arbeit zwei zusammengehörende Erscheinungen der französischen Nachkriegsliteratur sowie der sogenannten französischen Postmoderne untersucht. Kerbei handelt es sich zunächst um den ersten veröffentlichten Roman des Nouveau Romanciers Alain Robbe-Grillet, Les Gommes, der 1953 erschienen ist. Zur Untersuchung des Nouveau Roman werden auch einige theoretische Schriften des Autors mit herangezogen werden. Im Anschluß daran wird, ebenfalls unter Miteinbezug theoretischer Aussagen des Autors, die -so Robbe-Grillet- konsequente Weiterentwicklung des Nouveau Roman, die Nouvelle Autobiographie, am Beispiel von Angelique, ou l'Enchantement (1988) untersucht. Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil der vom Autor als Romanesques bezeichneten, aus drei Werken bestehenden Autobiographie. Anhand der zu analysierenden Werke sowie unter Hinzunahme weiterer Literatur sollen die Konstellationen, die Legitimationskämpfe und schließlich die Position Alain Robbe-Grillets im literarischen Feld erarbeitet werden. Es erscheint besonders interessant, den Anfangspunkt und den möglichen Endpunkt seiner Schriftstellerkarriere zu untersuchen, da beide auf eine Feldkonstellation treffen, in der sich der Autor gegen dominante bzw. dominanter werdende Positionen durchsetzen muß, ohne daß die beiden Etappen der schriftstellerischen Karriere des Autors unmittelbar miteinander ve