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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Universität zu Köln, Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung: Über den Bau 2. Das Tier im Bau 2.1. Verschmelzung von Mensch und Tier 2.1.1. Das Animalische 2.1.2. Das Tier in seiner Menschlichkeit 2.1.3. Der Mensch in seiner Tierhaftigkeit 2.2. Ein Verweis auf beide Welten 2.3. Die Maulwurfmetaphorik 2.4. Die allegorische Funktion des Tieres im Bau 3. „Der Bau' in der Tradition der Fabel? 4. Das Tier als mögliches Selbstportrait Kafkas 5. Schlussbetrachtung 6. Literaturverzeichnis Franz Kafka schrieb die unvollendete Erzählung „Der Bau', zwischen Ende November und Ende Dezember 1923 in Berlin. Er lebte zu der Zeit mit Dora Diamant, seiner letzten Lebensgefährtin, über die Herbst- und Wintermonate der Jahre 1923-1924 in Steglitz, bevor er nach Wien fuhr und dort in der Nähe am 3. Juni 1924 verstarb. Der Bau ist somit einer seiner letzten Erzählungen, die erhalten geblieben ist. Es ist ein Bericht über ein unbestimmtes Wesen, das in einem selbstgegrabenen unterirdischen Bau in Abgeschiedenheit von der Außenwelt lebt. Das Tier beginnt seine monologische Erzählung zum Zeitpunkt der Fertigstellung seines Werkes. Es berichtet von seiner Entstehung und von seiner Funktion eines Refugiums, das ihm die absolute Sicherheit gewährleisten soll. Der Bau ist sein Heim, der einzige Ort, der ihm die ersehnte Geborgenheit und Stille schenkt. Er ist seine Schöpfung, mit der er ganzheitlich bis über seinen Tod hinaus verschmolzen ist. Das Wühltier lässt den Leser im Laufe der Erzählung an den verzweigten Gedankengängen seines rationalen Verstandes teilhaben, ohne sich an ihn persönlich zu adressieren. Der Leser fühlt sich als distanzierter Zeuge eines prägnanten Zeitabschnittes im Leben eines Wühltieres mit menschlichem Denkvermögen. Kafkas Erzählung ist insofern eine reine Tiergeschichte, als dass sie ausschließlich auf der Wirklichkeitsebene